Reisetagebuch: Neuseeland 2002

Am Samstag, den 02. März 2002 geht’s los. Uwe bringt uns nach Fuhlsbüttel. Abflugzeit 19.20 Uhr. Natürlich sind wir viel zu früh da ! Dann gleich das erste Erlebnis: Sabine hat in Ihrem Handgepäck ein winzigkleines Taschenmesser, das von dem netten Sicherheitsbeamten auch gleich eingezogen wird. Bis zu unserer Rückkehr in 4 Wochen wird das Messer nicht mehr da sein meint er- schade drum.

In London- Heathrow haben wir zwei Stunden Aufenthalt: Zeit genug um bequeme Sachen anzuziehen und für einen Bummel durch die riesige Einkaufspassage.

Der Sonntag ist der verlorene Tag: Wir fliegen  21 ½  Stunden auf den billigen Plätzen im Jumbo gegen die Zeit . Nachmittags Zwischenlandung zum Auftanken in Bangkok : 30° C  und schwül. Arme Bine: Das Terminal ist gut klimatisiert - außer in der Raucherkammer-  da sind es bestimmt 40° C und man kann keine 5 m weit sehen. Na ja – wer´s braucht.

 

Montagmorgen um 06:30 Uhr landen wir zu ersten Mal in Sydney. Wir haben fast 5 Stunden Aufenthalt und bleiben auch hier im Terminal. Es gibt genug zu sehen , und die Polster sind auch recht gemütlich.

Gegen 16:30 Ortzeit steigen wir dann endlich in Auckland aus der Maschine. Schwülwarm und zur Begrüßung gleich mal einen Regenschauer. Die Einreise geht „ratzfatz“ über die Bühne. Mit dem Shuttelbus geht es in das Hotel Chancellor. Noch einmal kurz um die Häuser- beim Inder was Warmes essen – und schon fallen die Augen zu.

 

Am Dienstagmorgen  gönnen wir uns ein „ full breakfast“ – Beim Bezahlen wissen wir dann auch warum die Hotelgäste sich Ihr Frühstück teilweise von McDonalds holen. Ansonsten geht das Hotel in Ordnung. Dann geht es mit dem Taxi zur Wohnmobilvermietung. Hätten uns die Damen an der Hotelrezeption  auch sagen können, das es nur 500 m sind!

Unser Auto ist ein handlichen kleiner Flitzer, allerdings mit einem Handicap, wie alle Fahrzeuge auf dieser Seite der Weltkugel:  DAS LENKRAD IST AUF DER FALSCHEN SEITE.

Ich träume schon seit Wochen davon- jedoch schon nach kurzer Zeit haben ich den Wagen (bis auf Scheibenwischer und Blinker) im Griff. Als größeres Problem erweist sich das Linksfahren- und dabei besonders das Rechtsabbiegen. Meine Linksfahrschule  absolviere ich in Auckland: Ca. 30 km immer links abbiegen – die Kreise werden immer größer und irgendwann sind wir dann auch mal in Richtung Süden aus der Stadt heraus.

Wir folgen am ersten Tag dem Pazific Coast Highway und sind total begeistert von der Natur. Besonders der Regenwald im Thames Valley hat es uns angetan. In Coromandel besuchen wir ein Minenmuseum mit einem alten Gefängnis. Am Abend finden wir dann unseren Campingplatz am Hot Water Beach direkt am Pazifik.

Hier sickert das heiße Wasser direkt aus dem Sandstrand an der Küste und in zahllosen selbstgegrabenen Löchern sitzen und liegen ganze Familien in der wohltemperierten Brühe. Sabine meint: „ Der Mensch muss wohl doch vom Schwein abstammen.“

Wir haben den ganzen Tag warmes und trockenes Wetter und sind  bis hier 340 km gefahren.

Am Mittwoch um 6.30 Uhr weckt uns ein Regenschauer. Bis zu unserer Weiterfahrt um 8.30 Uhr haben wir wieder strahlenden Sonnenschein. Nur ein wenig Nebel trübt die Sicht über die Hügel. Da nutze ich heute gleich einmal die Gelegenheit und fange mir den ersten Sonnenbrand auf meinem Schädel ein. Die „Cathedral Cave“ haben wir nicht gefunden - nicht richtig ausgeschildert, noch zu müde oder einfach zu blind – später werden wir auf einer Postkarte sehen, was wir da verpasst haben.

Nun geht es weiter durch den Regenwald „Coromandel Forest Park“ bis nach Waikino , einer historischen Bahnstation von der aus noch eine Dampflok verkehrt. Hier nehme ich meinen ersten Kaffee SHORT BLACK zu mir – da klappen mir fast die Fußnägel hoch ! Das mitservierte heiße Wasser ist nicht umsonst dabei.

Wir fahren jetzt in den Karangahake George , dort  gibt es mehrere Tracks – je nach Lust und Kondition. Wir entscheiden uns für einen ca. einstündigen Wanderweg, der u.a. durch einen 1 km langen ehemaligen Eisenbahntunnel und über einige Hängebrücken führt. Eine ganz tolle Strecke die jedem Naturliebhaber unbedingt zu empfehlen ist.

Am Nachmittag halten wir in Katikati und versuchen hier etwas warmes zu Essen. Wir sind der Meinung Steak- Pie ist das Richtige – jedoch das ist voll daneben – das Zeug schmeckt wie Katzenfutter ( Katikati= Kitecat ??)  Mit der Essenauswahl klappt es noch nicht so richtig – allerdings stand ja bereits im Reiseführer , das die Neuseeländer und auch die Australier ohne die eingewanderten Asiaten nichts Vernünftiges zu Essen hätten – MAL ABWARTEN.

Wir übernachte am Mount Maunganui in Tauranga auf dem Campingplatz „ Oceanside“. In der Stadt gibt es eine Markthalle mit den frischen landwirtschaftlichen Produkten der Umgebung. Es gibt hier jede Frucht und jedes Gemüse, das man sich nur vorstellen kann. Der Km- Zähler bleibt bei insgesamt 569 stehen.

Neuseeland 2 >>>>>>>>>>